Einsatz eines optischen Textils in der Fügestelle zur Aushärtung von strahlungshärtenden Klebstoffen
Autoren: M. Sc. Florian Rackerseder, M. Sc. Mark Pätzel, Dr.-Ing. Maximilian Brosda Flockenhaus, M. Sc. Robert Seewald, Dr.-Ing. Martin Traub, Dr.-Ing. Alexander Schiebahn, Univ.-Prof. Prof. h. c. (MGU) Dr.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Thomas Gries, Prof. Dr.-Ing. Uwe Reisgen
Strahlungshärtende Klebstoffe bestechen durch ihre effiziente Aushärtung, die jedoch Zugänglichkeit der Klebfläche oder Strahlungstransparenz der Fügeteile voraussetzt. Um diese Einsatzbeschränkung zu lösen, ist ein Klebprozess entwickelt worden, der die Integration eines dünnen, faseroptischen Gewebes in die Klebung vorsieht, welches die für die Aushärtung erforderliche Strahlung direkt in die Fügezone leitet. Für eine homogene Strahlungsauskopplung sind chemische und laserstrukturierende Behandlungen der polymeroptischen Fasern untersucht worden. Mit einer graduellen Behandlungsstrategie werden Zugscherfestigkeiten von bis zu 16 MPa erreicht. Die Auswahl des Schussfadenmaterials hat dabei großen Einfluss auf die Homogenität der Aushärtung entlang des Gewebes und auf das Alterungsverhalten der geklebten Verbindungen. Während an Zugscherproben mit integriertem Gewebe aus PBT-Schussgarn keine signifikanten Alterungseinflüsse festgestellt werden, liegt für Klebungen mit PET-Schussgarn ein deutlicher Festigkeitsverlust vor.
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